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Armutsgefährdung in NRW


22. Juni 2026 |

Nach aktuellen Daten des Landesbetriebs IT.NRW waren im Jahr 2025 rund 3,2 Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen armutsgefährdet. Damit galten 17,8 Prozent der Bevölkerung als von relativer Einkommensarmut bedroht. Als armutsgefährdet wird demnach eingestuft, wer weniger als 60 Prozent des mittleren bedarfsgewichteten Haushaltseinkommens zur Verfügung hat. Für alleinlebende Personen lag diese Grenze 2025 bei einem monatlichen Nettoeinkommen von unter 1317 Euro. Erwerbslose sind besonders stark von der Armutsgefährdung betroffen. Fast jede zweite erwerbslose Person lebte im Jahr 2025 unterhalb der Armutsgefährdungsschwelle. Auch Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene waren überdurchschnittlich häufig betroffen. So lebte etwa jede vierte minderjährige Person in einem einkommensarmen Haushalt. Regional zeigten sich deutliche Unterschiede innerhalb Nordrhein-Westfalens. Die höchste Armutsgefährdungsquote wurde mit 20,9 % in der Region Dortmund festgestellt, während die Region Siegen die niedrigsten Werte aufwies. Als weiterer Faktor für die Armutsgefährdung zeigte sich der Bildungsstand. Menschen mit einem niedrigen bis mittleren Bildungsabschluss waren deutlich häufiger von Armut bedroht als Personen mit höherem Bildungsabschluss.

Landesbetrieb IT.NRW: 32 Millionen Menschen waren 2025 armutsgefährdet