Mit der Studie „Lebenssituation, Sicherheit und Belastung im Alltag (LeSuBiA)“ legt das Bundeskriminalamt erstmals umfassende geschlechterübergreifende Dunkelfelddaten zur Gewaltbetroffenheit in Deutschland vor. Die Ergebnisse zeigen, dass ein großer Teil von Gewalterfahrungen nicht angezeigt wird; die Anzeigequoten liegen bei den meisten Gewaltformen deutlich unter zehn Prozent. Frauen sind insbesondere von sexuellen Übergriffen, sexueller Belästigung und Stalking häufiger und schwerer betroffen als Männer. Körperliche Gewalt innerhalb von (Ex‑) Partnerschaften tritt hingegen bei Frauen und Männern ähnlich häufig auf, weist bei Frauen jedoch insgesamt einen höheren Schweregrad auf. Die Studie macht zudem deutlich, dass Gewaltbetroffenheit stark altersabhängig ist: Jüngere Menschen sind überdurchschnittlich häufig betroffen, insbesondere von digitaler Gewalt und sexueller Belästigung. Auch Personen mit Migrationshintergrund sowie LSBTIQ*‑Personen weisen eine er höhte Gewaltbetroffenheit auf. BKA – Ergebnisse der Dunkelfeldstudie „Lebenssituation Sicherheit und Belastung im Alltag (LeSuBiA)“