Die Bundesnetzagentur weist in ihrem Monitoringbericht 2025 erneut hohe Zahlen von angedrohten, angekündigten bzw. beauftragten und durchgeführten Energiesperren wegen Zahlungsverzugs aus, die sich zum Teil wieder auf dem Niveau vor der Corona-Pandemie bewegen. Stromsperrungen
Bundesweit wurde im Jahr 2024 in mindestens 239.269 Fällen in Haushalten die Stromversorgung tatsächlich unterbrochen (nach der Summe der Daten aus den Ländern: 246.216 Sperrungen). Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Anstieg von mehr als 17 Prozent, 2023 gab es nur 204.441 Sperren. In rund 4,6 Millionen Fällen wurden Stromsperren angedroht und in über 980.000 Fällen auch beauftragt. Die Anzahl dieser Beauftragungen ist im Vergleich zum Vorjahr um etwa 33 Prozent deutlich gestiegen. In der Regel erfolgen im Rahmen der Sperr-Beauftragungen kurzfristige Ankündigungen der Sperrungen, durch die spätestens verschiedene, gesetzlich vorgesehene Schutzmechanismen aktiviert werden (siehe den Artikel Energiesperren bei Zahlungsverzug gesetzlich neu geregelt). Auf Nordrhein-Westfalen entfielen 82.155 durchgeführte Stromsperren, das sind mehr als 34 Prozent aller bundesweiten Sperren.
Gassperrungen
Auch im Gasbereich sind die Zahlen angestiegen. 2024 wurden bundesweit 34.393 Gasunterbrechungen tatsächlich durchgeführt (2023: 28.059), mehr als 218.500 Sperrungen wurden beauftragt. Mit 16.266 Fällen entfielen fast die Hälfte (rd. 47 Prozent) aller Gassperren auf NRW.
Monitoringbericht 2025 der Bundesnetzagentur (vom 26.11.2025)