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Mehr Insolvenzen im Jahr 2025 in Deutschland


08. Mai 2025 |

Laut Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) gab es im Jahr 2024 22,4 % mehr Unternehmens- und 6,5 % mehr Verbraucherinsolvenzen als im Jahr 2023.
Unternehmensinsolvenzen
Für das Jahr 2024 meldeten die Amtsgerichte danach 21 812 beantragte Unternehmensinsolvenzen. Das waren 22,4 % mehr als im Jahr 2023, als die Zahl der Unternehmensinsolvenzen bereits um 22,1 % gegenüber 2022 gestiegen war. Die Zuwächse in diesen beiden Jahren dürften laut Destatis neben der allgemein schwierigen wirtschaftlichen Lage auf Nachholeffekte gegenüber dem CoronaZeitraum zurückzuführen sein.
Verbraucherinsolvenzen und Restschuldbefreiungsverfahren
Im Jahr 2024 gab es laut Pressemitteilung von Destatis 71 207 Verbraucherinsolvenzen. Damit stieg die Zahl der Verbraucherinsolvenzen um 6,5 % gegenüber dem Jahr 2023.
Pressemitteilung Destatis vom 14.03.2025
Anmerkung: Zählt man die vereinfachten Verfahren ehemals Selbstständiger hinzu (10 102 Anträge), so beläuft sich die Summe aller beantragten Verbraucherinsolvenzen im Jahr 2024 auf 81 309 Verfahren (76 294 im Jahr 2023, insgesamt ein Plus von 6,57 %). Um die Gesamtzahl der Restschuldbefreiungsverfahren abzuschätzen, sind darüber hinaus die Regelinsolvenzverfahren der ehemals Selbstständigen (11 612 Anträge in 2024, plus 9,7 %) und der aktiven Kleinselbstständigen ( 5  908, plus 6,9 %) einzubeziehen, beides Personengruppen, die allerdings teilweise nicht oder seltener in
gemeinnützigen Schuldnerberatungen beraten werden.
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), 2025; eigene Berechnungen.
Zu den Zahlen aus NRW siehe unter „Für die Praxis“.