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Armutsbericht: Arme werden ärmer


26. Mai 2025 |

13 Millionen Menschen in Deutschland leben unterhalb der Armutsgrenze, das sind 15,5 % der Bevölkerung. Die Armutsquote stieg im Jahr 2024 um 1,1 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr an.
In NRW sind 17,4 % der Menschen arm, 2023 waren es 16,7 %. Einkommensarme Menschen sind in den vergangenen Jahren ärmer geworden, so das Ergebnis des neuen Paritätischen Armutsberichtes.
Von Armut betroffen sind dabei insbesondere Alleinerziehende, junge Erwachsene und Rentner*innen, wobei die Altersarmut stark weiblich geprägt ist. Die Armutsschwelle (60 % des mittleren Nettoeinkommens) liegt aktuell bei Alleinlebenden bei 1.381 EUR im Monat, für eine vierköpfige Familie mit zwei Kindern (unter 14 Jahre) bei 2.900 EUR. Im Schnitt liegen arme Menschen mit ihrem monatlichen Einkommen 281 EUR unterhalb dieser Armutsschwelle.
Arme Haushalte verfügen üblicherweise über keine finanziellen Rücklagen. 12,0 % der armen Haushalte (aber nur 6,2 % der nicht armen) haben Zahlungsrückstände u.a. bei Mieten, Energierechnungen und Konsumentenkrediten. Vgl. Paritätischer Armutsbericht 2025